Abendevent Reggio-Pädagogik
Manchmal gibt es diese Veranstaltungen, die noch Wochen später im Gedächtnis bleiben. Mein Fachvortrag im Lumiland am Campus ist genau so ein Fall. Obwohl inzwischen schon ein paar Wochen vergangen sind, erwische ich mich im Alltag immer wieder dabei, wie ich mit einem Lächeln an diesen inspirierenden Abend zurückdenke.
Was passiert, wenn pädagogische Fachkräfte einen Abend lang wirklich ins Gespräch kommen? Nicht über Dienstpläne oder Elterngespräche, sondern über Haltung, über das Bild vom Kind, über die Frage, was Bildung eigentlich bedeutet? Genau das durfte ich im Lumiland am Campus erleben und die Gespräche danach zeigen mir, dass dieser Abend etwas in Gang gesetzt hat.

Reggio-Pädagogik ist eine gelebte Philosophie
Die Reggio-Pädagogik ist schließlich keine starre Methode, sondern eine lebendige Philosophie. Wir haben uns intensiv mit den Fundamenten beschäftigt, die diese Arbeit so wertvoll machen. Von den historischen Wurzeln über das Bild vom Kind bis hin zu den 100 Sprachen vorgearbeitet und dabei den Bogen immer wieder zur eigenen Haltung gespannt. Für mich persönlich lebt und prägt diese Pädagogik ein modernes Bild vom Kind, das Kind als aktiver Akteur seines eigenen Wissens und seiner eigenen Welt. Dieses starke Bild vom Kind ist das Fundament meiner Arbeit und zieht sich als roter Faden durch alle meine Fortbildungen.
Das Highlight am Materialtisch
Wer meine Fortbildungen kennt, weiß, reine Frontalbeschallung gibt es bei mir nicht. Kompetenz zeigt sich für mich darin, Pädagogik spürbar und erlebbar zu machen. Deshalb hatte ich einen ganz besonderen Materialtisch vorbereitet. Neben ausgewählter Fachliteratur warteten dort vielseitige „Endless Play“-Materialien sowie typisch reggio-orientierte Elemente wie Lichter, Alltagsgegenstände und Spiegel.
Ich konnte beobachtet, wie die Teilnehmer:innen plötzlich still wurden. Wie sie anfingen zu greifen, zu drehen, zu stapeln und nebeneinander zu legen. Wie Gespräche entstanden, die ich nicht geplant hatte.
Wenn wir Erwachsenen uns erlauben, genau das zu tun, was wir uns für Kinder wünschen, nämlich ohne Ergebnis zu erkunden -, passiert etwas. Wir verstehen nicht mehr nur theoretisch, was die 100 Sprachen bedeuten. Wir spüren es. Und genau dieses Spüren ist es, das bleibt. Nicht die Folie, nicht die Definition, sondern das eigene Erleben am Tisch, mit den Händen, im Austausch mit den anderen.
Deshalb meine Frage an dich als Impuls für deinen Kita-Alltag: Wann hast du zuletzt etwas in die Hand genommen, ohne zu wissen, was daraus werden soll?

Ich gestalte meine Fortbildungen bewusst so, dass Theorie und eigenes Erleben nicht getrennt voneinander stattfinden. Nicht weil ein Abend alles verändern kann. Aber weil eine gute Fortbildung etwas ins Wanken bringen darf, wie eine Gewissheit, eine Routine, eine alte Überzeugung. Und weil das Wanken manchmal der Anfang von einem anderem Blickwinkel ist.
Danke für diesen Raum voller Energie
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer:innen für die offenen Gespräche, die Neugierde und den Mut, die eigene Haltung zu hinterfragen. Und an das Team vom Lumiland am Campus für die wunderbare Organisation und einen Abend, der genau den richtigen Rahmen hatte.
Reggio-Pädagogik hat dich gepackt? Auf meiner Pädagogik-Wiki-Seite steige ich gemeinsam mit dir in die Grundlagen ein. Was das im pädagogischen Alltag konkret bedeutet, habe ich in meinem Blogbeitrag über Kinder als Akteure ihrer eigenen Entwicklung beschrieben.
Du möchtest die Reggio-Pädagogik auch in deine Einrichtung bringen oder suchst nach einer modernen, praxisnahen Fortbildung, die dein Team wirklich weiterbringt? Lass uns gerne unverbindlich vernetzen! schreib mir
